Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern – die Energiewende ist in vollem Gange. Windkraft, Photovoltaik und Batteriespeicher spielen dabei eine Schlüsselrolle.
Wie leise sind moderne Windräder wirklich? Funktionieren Solaranlagen auch im Winter? Und sind Batteriespeicher wirklich sicher? Hier finden Sie kompakte und verständliche Antworten.
Dass Strom aus Erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne die Zukunft gehört ist heute fast allen bewusst. Der Ausbau von erneuerbaren Energien bringt viele Vorteile. Wir haben die wichtigsten zusammengefasst.
Wind und Sonne sind kostenlose „Energierohstoffe“ für die Stromerzeugung – unmittelbar in unserer Umgebung.
Wind und Sonne sind faktisch unendliche Ressourcen. Anders als fossile Energieträger stehen sie uns jeden Tag aufs Neue zur Verfügung.
Die Nutzung von Wind- und Solarenergie sowie Batteriespeichern reduziert unsere Abhängigkeit von Energieimporten.
Ein Großteil der Wertschöpfung bleibt in Österreich: Viele österreichische Unternehmen sind am Wind- und Solarenergiemarkt beteiligt.
Ein großer Teil der Wind- und Solarenergieprojekte in Österreich wird mit Beteiligung der Bürger:innen vor Ort realisiert.
Eine moderne Windkraftanlage versorgt 3.000–4.000 Haushalte mit Ökostrom, während eine große Photovoltaikanlage ebenfalls tausende Haushalte mit Sonnenenergie beliefern kann.
Bei der Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie entstehen keine Abgase, Abfälle oder Abwässer. Deshalb sind sie wesentliche Technologien zur Bewältigung der Klimakrise.
Die Einbindung des behördlichen Naturschutzes und von NGOs in den Genehmigungsverfahren führt zu einer naturschutzverträglichen Umsetzung mit sinnvollen Begleitmaßnahmen.
Nach über 20 Jahren kann eine Windkraftanlage rasch und umweltverträglich abgebaut werden. Auch Solaranlagen lassen sich am Ende ihrer Lebensdauer recyceln. Innerhalb kurzer Zeit ist die Fläche wieder nutzbar.
Moderne Windkraftanlagen sind dank technischer Innovationen leiser, als viele denken. Schon in wenigen hundert Metern Entfernung ist das Geräusch oft nicht mehr wahrnehmbar. Strenge Schallgutachten und gesetzliche Mindestabstände stellen sicher, dass Anwohner:innen nicht beeinträchtigt werden.
Infraschall ist ein natürlicher Bestandteil unserer Umgebung – er entsteht durch Wind, Verkehr oder Haushaltsgeräte. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass der von Windrädern erzeugte Infraschall weit unterhalb der kritischen Werte liegt und keine gesundheitlichen Auswirkungen hat.
Der Schattenwurf von Windrädern ist gesetzlich begrenzt – maximal 30 Minuten pro Tag oder 30 Stunden im Jahr. Tatsächlich wird dieser Wert durch Wetterbedingungen meist nicht annähernd erreicht. Zusätzlich sorgen spezielle Oberflächenbeschichtungen dafür, dass keine störenden Lichtreflexe entstehen.
Bei bestimmten Wetterbedingungen kann sich Eis an den Rotorblättern bilden. Deshalb verfügen moderne Windkraftanlagen über Sensoren, die eine Anlage bei Eisansatz automatisch abschalten. Die Anlagen werden erst nach Kontrolle vor Ort wieder in Betrieb genommen. Außerdem werden Abstände zu Straßen und Wegen so gewählt, dass keine Gefahr besteht.
Nein, auch an bewölkten Tagen erzeugen Photovoltaikanlagen Strom. Moderne Solarzellen sind darauf ausgelegt, auch diffuses Licht effizient zu nutzen, sodass sie in vielen Regionen wirtschaftlich sind.
Die Produktion benötigt Energie, doch eine Solaranlage erzeugt diese Menge innerhalb weniger Jahre selbst – und liefert dann jahrzehntelang sauberen Strom. Zudem werden Produktionsprozesse stetig nachhaltiger und energieeffizienter.
Nein, denn es gibt klare Recyclingstandards: Laut Elektroaltgeräteverordnung müssen mindestens 85 % eines PV-Moduls zurückgewonnen und verwertet werden, davon 80 % recycelt oder wiederverwendet. Photovoltaikmodule bestehen größtenteils aus Glas, Aluminium, Silizium, Silber, Kupfer und Kunststoffen – viele dieser Materialien lassen sich effizient wiederverwerten. Die PV-Industrie entwickelt ihre Recyclingmethoden stetig weiter, um den Rohstoffkreislauf noch nachhaltiger zu gestalten.
Wind und Sonne liefern enorme Mengen an erneuerbarer Energie – doch nicht immer genau dann, wenn der Bedarf am höchsten ist. Batteriespeicher lösen dieses Problem, indem sie überschüssigen Strom speichern und genau dann bereitstellen, wenn er gebraucht wird.
Ohne Speicher schwanken die Strompreise stark – mal gibt es zu viel Strom, mal zu wenig. Batteriespeicher gleichen diese Schwankungen aus, indem sie Energie dann bereitstellen, wenn die Nachfrage hoch ist. Dadurch bleiben Strompreise ganztägig auf einem stabilen und leistbaren Niveau.
Ja! Batteriespeicher reduzieren die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, insbesondere aus politisch sensiblen Regionen. Je mehr Energie wir aus Wind und Sonne speichern können, desto weniger sind wir auf Importe angewiesen. Das stärkt unsere Energieversorgung und macht uns unabhängiger von globalen Krisen.
Ja! Moderne Batteriespeicher erfüllen höchste Sicherheitsstandards:
Batteriespeicher haben eine lange Lebensdauer, aber wenn ihr erster Einsatzbereich endet, gibt es zwei Möglichkeiten: